Was ist Bildlizenzierung?

Die Lizenzierung im NFT-Sektor verstehen

Im NFT-Bereich bestimmt die Lizenzierung, wie ein visuelles Asset genutzt, angezeigt oder monetarisiert werden darf. Nur weil ein Bild online existiert oder Teil eines Blockchain-Tokens ist, bedeutet das nicht, dass Sie es frei verwenden können. NFTs sind Metadaten und digitale Eigentumszertifikate, die in einer Blockchain gespeichert sind. Sie gewähren nicht automatisch das geistige Eigentum an dem Bild.

Die meisten Urheber von NFTs lizenzieren Bildmaterial unter bestimmten Bedingungen, etwa zur rein privaten Nutzung oder mit eingeschränkten kommerziellen Rechten. Einige NFT-Plattformen ermöglichen es Urhebern, individuelle Lizenzvereinbarungen hochzuladen, während andere standardmäßig grundlegende Bedingungen vorgeben. Prüfen Sie immer, ob ein Bild, das in einem Token verwendet wird, korrekt lizenziert wurde.

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Zu beachtende Rechte vor der Prägung eines Bildes als NFT

Bevor Sie ein NFT minten, müssen Sie bestätigen, dass Sie die Rechte an allen visuellen Elementen des NFTs besitzen, einschließlich:

  • Original-Grafik: Haben Sie es selbst erstellt oder haben Sie eine schriftliche Genehmigung des Künstlers?
  • Archivbilder oder Public Domain: Wenn Sie lizenzierte Stock-Inhalte verwendet haben, erlaubt die Lizenz die Blockchain-basierte Weiterverbreitung oder den Weiterverkauf?
  • Schriftarten, Texturen, Symbole: Sind diese Assets für den digitalen Weiterverkauf freigegeben?

Viele Standardlizenzen für Bildmaterial, auch die von lizenzfreien Webseiten, erlauben die Verwendung von NFT standardmäßig nicht. Die Plattformen verlangen oft eine spezielle Lizenzerweiterung für die Verwendung von NFT-Bildern.

Verwendung lizenzierter Bilder in NFT-Kunstsammlungen

Das Kuratieren oder Produzieren einer Serie von NFT-Kunstwerken auf Basis lizenzierter Bilder kann komplexer sein. Auch wenn Sie ein Bild rechtmäßig für eine Druck- oder Onlinekampagne erworben haben, bedeutet das nicht automatisch, dass Sie es als NFT verwenden dürfen.

Für NFT-Kollektionen sollten Sie:

  • Eine Lizenz einholen, die ausdrücklich „Blockchain-Vertrieb“, „digitalen Weiterverkauf“ oder „NFT-Prägung“ einschließt.
  • Sicherstellen, dass die Lizenz angibt, ob sie exklusiv oder nicht-exklusiv ist.
  • Den Geltungsbereich bestätigen (weltweite Rechte sind vorzuziehen) sowie die Laufzeit (eine unbefristete Lizenz ist für NFTs am sichersten).
     

Die Komplexität von Urheberrecht und Eigentum

Der Besitz eines NFTs bedeutet nicht, dass Sie das Urheberrecht an dem zugrunde liegenden Werk besitzen. Käufer könnten annehmen, dass sie die Inhalte ihrer Token drucken, remixen oder weiterverkaufen dürfen, doch ohne ausdrückliche Rechte des Urhebers ist das nicht zulässig.

Sowohl das US Copyright Office als auch das UK Intellectual Property Office weisen darauf hin, dass Blockchain-Einträge den Urheberrechtsstatus nicht verändern. Wenn Sie Käufer oder Sammler sind, prüfen Sie die Metadaten oder die Beschreibung des NFTs auf Informationen zur Lizenz. In der EU kann der Weiterverkauf urheberrechtlich geschützter Inhalte in neuen Formaten zusätzlich lizenzpflichtig oder abgabenpflichtig sein.

→ Weitere Informationen zum Thema Urheberrecht finden Sie in diesem Artikel hier

Best Practices für Lizenzvereinbarungen in der digitalen Kunst

Um Streitigkeiten oder Takedown-Anfragen zu vermeiden, empfehlen wir die folgenden Best Practices bei der Lizenzierung von Bildmaterial für NFTs:

  • Eine schriftliche Vereinbarung nutzen: Klarstellen, wem das Bild gehört und welche Rechte übertragen werden.
  • NFT-spezifische Rechte definieren: Angeben, ob das Werk geprägt, weiterverkauft oder unterlizenziert werden darf.
  • Die geltende Gerichtsbarkeit nennen: Festlegen, welches nationale Recht Anwendung findet.
  • Urheberschaft dokumentieren: Ggf. Anforderungen zur Namensnennung in der NFT-Beschreibung oder in den Metadaten festhalten.
  • Wiederverkauf regeln: Falls Lizenzgebühren oder Smart-Contract-Funktionen zum Einsatz kommen, festlegen, wie Erlöse verteilt werden.

Creative-Commons-Lizenzen sind in der Regel nicht für kommerzielle NFTs geeignet – insbesondere, wenn sie Bearbeitungen oder kommerzielle Nutzung untersagen. In solchen Fällen sind individuelle oder kommerzielle Lizenzen, die speziell für Blockchain-Anwendungen entwickelt wurden, meist die bessere Wahl.


Fazit

Erfolgreiche NFT- und digitale Kunstprojekte erfordern sorgfältige rechtliche Planung und klar geregelte Lizenzen. Wenn Sie wissen, welche Rechte Sie benötigen, die richtigen Genehmigungen einholen und klare Verträge aufsetzen, schützen Sie sich selbst, Ihre Partner und Ihre Käufer.

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→ Weitere Antworten zum Thema Lizenzierung finden Sie auf hier



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